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Von der Galopp- zur Ideen-Rennbahn

Zeichnerin Natalie A. Peter stellt sich das Gelände in der Vahr ganz anders vor als die Stadtplanung

In Bremen werden zur Zeit viele Gebäude abgerissen und neue gebaut. Nicht immer trifft dies auf positive Weise den Nerv der Bremer. Liest man in den Sozialen Medien die zahlreichen Kommentare zum Bau der Gebäude auf dem Bahnhofsvorplatz oder zum Abriss des Bremer Medienhauses, so wird schnell klar, dass viele Bürgerinnen und Bürger sich etwas anderes für diese Orte gewünscht haben. Ähnlich scheint sich die Situation in der Vahr für die Bremer Galopprennbahn abzuzeichnen. Wohngebäudebebauung statt ortsteilprägendem Areal? 

Aufgrund dieser Entwicklung habe ich mir die Galopprennbahn als Projekt für meinen KLUB MAGAZIN Beitrag vorgenommen und irgendwo dazwischen, zwischen Erhalt und Erneuerung, meine Idee dazu entwickelt.

Ich habe die Vision von einem Gelände, das in seiner Form erhalten, aber dennoch für Innovation und Bebauung geöffnet wird. Es soll eine Ideen-Rennbahn werden, auf der Kreative und Kulturschaffende einen Raum bekommen, um auch kreativ sein und Kultur schaffen zu können. Es soll ein Raum werden, in dem es Angebote auch für alle Bremerinnen und Bremer und für alle anderen Interessierten geben kann.

Ich stelle mir vor…

© Natalie A. Peter

° einen Coworking-Space, mit Büroräumen, die tage-, stunden- oder monatsweise gemietet werden können.
° einen Idea-Space für die Forschung an eigenen Projekten, ausgestattet mit neuester Technik, für Austausch und Experimente.
° einen Music-Space mit Aufnahmestudio, Proben- und Konzertraum, so dass musikalische Veranstaltungen möglich sind.
° einen Art-Space, der Künstlern und Kunsthandwerkern mit Ateliers Raum für schöpferische Arbeit bietet und Ausstellungsmöglichkeiten für Künstler bereithält.
° einen Tec-Space, sowohl Indoor als auch Outdoor (wie zum Beispiel ein Dronen-Testflugplatz oder ein Roboterfußball-Feld).
° einen Bee-Space – ein Nutz- und Ziergarten mit Bienenstöcken (vielleicht als weitere Außenstelle der Gemüsewerft?).
° einen Kindergarten inklusive Ganztagsbetreuung, damit die Kinder in der Nähe ihrer Eltern sein können oder die Kinder sogar in den Ideenalltag einbezogen werden und selber experimentieren dürfen – sei es musikalisch, künstlerisch oder technisch.
° Fitness-Möglichkeiten für die Co-Worker.
° Natur-Projekte für Kinder.
° Gastronomie, die aus der Ernte des Nutzgartens das Essen zubereitet.
° die alte Tribüne erhalten für Open-Stage-Projekte oder anderweitige Theater-Produktionen und Aufführungen.
° Nutzung der Tribüne auch nach Büroschluss für kulturelle Veranstaltungen.
° Lade-Stationen für E-Autos.

Zusammengefasst: Eine Ideen-Rennbahn, auf der kreative Menschen antreten, um Innovationen zu beschleunigen und neue Ideen zu gewinnen.

Du willst sehen, was andere Kreative Köpfe aus Bremer Baustellen entwickelt haben? Dann folge dem ›Link‹.

Natalie A. Peter

zeichnet seit vielen Jahren gerne und seit 2014 auch als professionelle Illustratorin. Ihre Arbeit umfasst viele Bereiche: von verschiedensten Illustrationen über Flipchart-Training bis zu Sketchnotes und einigem mehr. Auch wenn es ihr Job ist, als „Arbeit“ würde sie das kreative Schaffen nicht bezeichnen.

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