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Schöner Arbeiten

Wohnexpertin Katharina Semling gibt Tipps für unsere Arbeitsplätze

Katharina Semling ist Die Wohnexpertin. Sie weiß, wie Menschen sich zu Hause, in einem Geschäft oder in einem Restaurant wohlfühlen. Die Designerin aus Oldenburg ist seit 2005 selbstständig. Zuvor hat sie unter anderem in Werbeagenturen und bei Künstlern gearbeitet oder als Interieur-Stylistin große Fotostudios unterstützt. Im KLUB MAGAZIN verrät sie ihre Tipps für den Ort, an dem wir alle täglich viele Stunden verbringen: unseren Arbeitsplatz.

Zum Thema ‚organisieren‘ haben wir KLUB DIALOG-Mitmacherinnen und -Mitmacher gebeten, uns Bilder von ihren Arbeitsplätzen zu schicken. Und die sind sehr individuell, wie unsere Fotos zeigen. Gibt es Gestaltungsmöglichkeiten, die ganz generell dabei helfen, dass die Ideen sprudeln?

Katharina Semling: Ja – wirklich ist jeder Mensch erstaunlich anders. Daher ist es wichtig, dass auch der Arbeitsplatz so gestaltet ist, dass die arbeitende Person sich pudelwohl fühlt. Unschön finde ich tatsächlich Glastische. Auch empfehle ich eher helle Arbeitsplatten. Unbedingt viel blendfreies Tageslicht und einen sehr guten Stuhl. Ich persönlich liebe den Swopper.

Wohnexpertin Katharina Semling an ihrem Arbeitsplatz

Viel Licht und ein großer Schreibtisch: Wohnexpertin Katharina Semling

Viele Menschen bezeichnen ihr Chaos auf dem Schreibtisch als „kreativ“. Wie lässt sich denn ein Arbeitsplatz gut organisieren, um den Überblick zu behalten?

Ich persönlich liebe es, wenn ich die Sachen, die ich brauche, mit einem Griff zur Hand habe. Ich glaube nicht, dass Chaos irgend etwas mit Kreativität zu tun hat. Kreativität ist das Verknüpfen unterschiedlicher Dinge. Dafür müssen diese nicht wild durcheinander liegen…

Welche Umgebung inspiriert Sie selber bei Ihrer Arbeit als Designerin und Wohnexpertin?

Licht. Ich liebe viel Licht! Also Tageslicht muss sein. Dann liebe ich es, dass ich mein Büro an meine Wohnung angegliedert habe. Schön kurzer Arbeitsweg, zwischendurch mal die Katze streicheln, auf den Balkon schlendern, Telefonate in Joggingklamotten führen. All das täglich neue „Durcheinander“ von Büro, Kundenterminen auswärts, zuhause sein, dann wieder zu Terminen mit Freunden und Kollegen schnell in die Stadt radeln. Das ist für mich mein idealer kreativer Lebensstil. Der Schreibtisch selber ist ziemlich groß und einfach schlicht weiß.

 

Das sagt die Wohnexpertin über unsere Arbeitsorte:

Hier sieht man einen sehr vorbildlichen Schreibtisch einer kreativen Person. Er ist aufgeräumt, sauber und dennoch bunt und mit ein paar eindeutigen Kreativitätsmaskottchen.

 

 

Auch arbeiten im Freien, an ungewöhnlichen Orten, in verschiedenen Situationen regt die Kreativität an und pustet das Hirn durch.

 

 

Eine ordentlich in Themenordner sortierte Oberfläche auf PC Bildschirm und Handy machen das Leben unbedingt leichter. Hier sollte man wie bei der Sammellust in Wohnumgebungen auch darauf achten, ab und an mal auszumisten. Auf Bildschirmen ist löschen ratsam. Beim 3D-Ausmisten ist verschenken, verticken die beste Wahl.

 

Es gibt nichts Entspannenderes für Auge und Hirn, als der gelegentliche Blick aus dem Fenster.

 

 

 

Sehr klar, aufgeräumt und strukturiert. Hell und offen gestaltet. Insgesamt ein guter Arbeitsplatz.

 

 

 

Ein Zeichenarbeitsplatz sieht natürlich anders aus, als ein PC Platz. Hier müssen alle Farben, Stifte, Materialien direkt zur Hand sein.

 

 

 

Hier wird über Eck gearbeitet. Gut finde ich, dass der Bildschirm in den offenen Raum gerichtet steht und die Ablage eher die Wandseite nutzt.

 

 

 

Ah – Abendbrotzeit. Mietze macht sich bemerkbar. Vielleicht ist das Laptop aber gerade auch schön warm. Höchstwahrscheinlich trifft beides zu. Meiner Ansicht nach, sollten Menschen Pflanzen um sich haben und nach Möglichkeit auch freilebende Tiere (eingesperrt bringt für die Harmonie nichts). Katzen (Freiläufer) eignen sich hervorragend als Mitbewohner.

 

Bewundernswert. So sieht es bei den wenigsten Leuten auf dem Schreibtisch aus. Aber wer so gut arbeiten kann… Gut ist die Nähe zum Fenster.

 

 

Sehr sympathisch, wenn auch viel zu dunkel. Nicht gut für die Augen.

 

 

 

Ich verstehe nicht wirklich wie es Menschen gibt, die an Glastischen arbeiten können. Es sieht irgendwie immer unaufgeräumt aus, ist kalt und hart und ungemütlich. Aber immerhin gibt es hier viel Tageslicht.

 

 

Schöner Tisch, schöne Tastatur…

 

 

 

Mehr Arbeitsplätze von KLUB DIALOG-Mitmacherinnen und -Mitmachern findest du in unserer Bildergalerie.

Annekathrin Gut

findet, dass sich gute Ideen oft da verstecken, wo man sie am wenigsten vermutet. Sie begibt sich liebend gern in Bremen auf Entdeckungstour und hält das Gefundene – Menschen, Orte, Ideen und Projekte – in Text und Bild fest. Seit 2011 netzwerkt die PR-Expertin für Wirtschafts- und Kulturthemen ehrenamtlich im KLUB DIALOG-Vorstand.

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