kooperieren

Kunst Halle Lounge

Urbane Spielräume

Am 06. April 2017 ab 18.00 Uhr in der Kunsthalle Bremen heißt es wieder:

Drinks, Kunst, Musik und Talks in chilliger Atmosphäre. Die 3. Ausgabe der Kunst Halle Lounge wird magisch. Der Maler Franz Radziwill (1895-1983), dessen Bremen-Ansichten in einer Sonderausstellung zu sehen sind, gilt als deutscher Vertreter des magischen Realismus. Unter dem Motto „Urbane Spielräume“ beleuchtet das Lounge-Programm daher diesmal außergewöhnliche und kuriose Blicke auf Bremen.

Auf der Bühne sehen wir Bremer, die dieses Motto aus ganz unterschiedlichen Perspektiven sehen und damit umgehen. Wir haben sie gefragt: Was fällt euch ein zu dem Begriff „Urbaner Spielraum“?

  • Urbaner Spielraum bedeutet für mich die Möglichkeit der Transformation des Stadtraums durch kreative Aneignung und Gestaltung des öffentlichen Außenraums. Gleichzeitig kann der Stadtraum auch seinen Niederschlag im künstlerische Schaffen finden: So stellte Franz Radziwill bedeutende Industriebauten in seinen Werken dar.

    Dr. Tessa Alex (Kuratorin der Radziwill- Ausstellung)

  • Urbane Spielräume bieten die Möglichkeit, auf große Formate einzugehen und an ungewöhnlichen Orten Kunst zu zeigen. Außerdem bezieht die Präsentation in der Öffentlichkeit Passanten mit ein, die im Alltag vielleicht wenig mit Kunst zu tun haben.

    Johann Büsen (Bremer Künstler, Gestalter Kulturtunnel)

  • Urbane Spielräume sind für mich „Stress aber auch Inspiration“.

    Jean Luke (Musiker, Performer, Videokünstler)

  • Urbane Spielräume sind für mich Orte, an denen die architektonische Struktur viele Möglichkeiten zur spielerischen, sportlichen Betätigung offenlässt. Es gibt viele Arten von Locations: kompakte, für entspannte Technik-Übungen, aber auch einige, die einem mächtigere Distanzen beim Springen abverlangen. Nicht nur bei solch extremen Unterschieden merkt man: Ein Spot ist das, was Du daraus machst.

    Joshua Buchholz (Parkour- Trainer 1860)

  • What we call Lumentektur describes our unique approach to site-specific 3D-video mapping on architecture. It refers to both a highly sophisticated technical method and an artistic orientation. Speaking as creatives, our work endeavors to take digitally mediated storytelling to the next level. Using diverse artistic tools, such as architecture remix, virtual lighting technology and virtual theatre, we conceive audio/visual stagings on the fluctuating cusp between virtual and real spaces. Seizing the inherent structures of the given architecture as a conceptual starting point, our works form an aesthetic symbiosis with the façade and bring forth coherent and stunning sensual impressions.

    Till Botterweck (Urbanscreen)

  • Urbane Spielräume bieten mir die Möglichkeit, mich selbst durch meinen Sport auszudrücken, indem ich sie für mich kreativ und effektiv nutzbar mache und dadurch neu interpretiere. Mit meinem Umfeld verbinde ich ein konstantes Wechselspiel aus Erkundung, Entdeckung und Eroberung.

    Finn Fasse (Parkour- Trainer 1860)

  • Urban?… Nur noch die letzten Unorte sind spannend hier, wenn man sie denn findet. Sonst viel zeitgenössisches Geklotzte ohne Atmosphäre, das wenige Grün wird am Ende des Winters immer wieder neu reduziert. Die kleinen Parks sieht man vor lauter Kahlheit nicht (Central-Bürgerpark ausgenommen).

    Herwig Gillerke (Künstler)

Kunst Halle Lounge ist eine Kooperation der Kunsthalle Bremen und dem KLUB DIALOG.
Unterstützt wird die Veranstaltung von der JOKE Event AG und textpr+.
Medienpartner ist das Nordwestradio.

 

Über die Franz Radziwill-Ausstellung:

Franz Radziwill (1895–1983) gilt in der deutschen Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts als Einzelgänger, sein Werk ist unverkennbar. Erstmalig wurde nun seine Beziehung zur Hansestadt Bremen untersucht: Hier verbrachte er prägende Jahre seiner Kindheit und Jugend, die in seinem gesamten Werk Spuren hinterließen. So bietet die Ausstellung einen spannenden Blick in die Bremer Stadtgeschichte – mit Darstellungen des Waller Wasserturms oder des Gasometers mit Speckflaggenmuster. Radziwills Faszination für Schiffe, Häfen und Flugzeuge wird in seinen Werken schnell deutlich. Kein Wunder: Bremen war in den 1920er Jahren ein wichtiger Standort für neue Technologien.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.