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Der Fall Tischgespräch

Es geschah an einem Mittwoch

Der Fall:
Acht sehr unterschiedliche Menschen, die sich heute das erste Mal treffen, sitzen gemeinsam am Abendbrottisch, plaudern, lachen und tauschen ihre Visitenkarten aus. Waren sie sich vor ein paar Stunden noch völlig fremd, sind sich jetzt alle einig: Sie werden sich wiedersehen!  Doch … wer sind diese Menschen? Wer hat sie zusammengebracht und mit welcher Absicht? Illustratorin Natalie Peter war dabei und hat den Abend in Bildern festgehalten…

 

Tischgespräch_Szene 1

Die Beteiligten:
Agenturinhaber Daniel Günther (DIALOG PR)
Innovationsmanagerin Andrea Kuhfuß (BRENNEREI next generation lab)
Projektmanagerin Claudia Adam (KLUB DIALOG e.V.)
Illustratorin Natalie Anna Peter (Stil auf ganzer Linie)
Yoga-Lehrerin Melanie Buschmeyer (Mondstein, Klang und Hatha-Yoga)
Grafikerin Sonny Sonnenberger (DEPOT 44 )
Kriminalist und Autor Axel Petermann
Marketingchef Stefan Meyer (Saacke GmbH)

Tischgespräch_Szene 2

Die Themen:

Brüche im Lebenslauf
Der Lebensweg führt nicht immer nur strikt geradeaus. Es gibt immer wieder Möglichkeiten der Abzweigung. Punkte an denen man sich entscheiden muss, wie es für einen weitergeht. Welche Richtung man einschlägt. Welcher Weg derjenige ist, der dazu führt, dass man zufrieden ist mit dem, was man (beruflich) macht. Natalie Peter beispielsweise schlug zunächst den Berufsweg der Juristin ein und ist heute selbständige Illustratorin.  Oder Axel Petermann: Er entschied sich zunächst zur Ausbildung zum Kriminalisten und ist inzwischen nicht nur Autor, sondern auch ständiger Berater des Bremer „Tatort“. Solche Brüche im Lebenslauf brauchen Mut. Die Entscheidung zu treffen, sich komplett neu auszurichten ist nicht einfach. Man muss sich dazu entscheiden, den sicheren Pfad zu verlassen, um neue Wege zu gehen. Wenn dies jedoch dazu führt, dass man glücklich ist mit dem was man macht, sollte man den Schritt wagen!

Selbständig sein – Zwischen Freiheit und Angst
Die Selbständigkeit kann Fluch und Segen, Lust und Frust zugleich sein. Auf der einen Seite kann sie Freiheit bedeuten – man kann sich seine Arbeitszeiten und seinen Arbeitsort selbst aussuchen, man kann die Aufträge machen, die man möchte etc.. Andererseits kann einem diese Freiheit auch Angst machen, denn der Weg dorthin ist oft sehr lang und steinig, so dass man viel Energie aufbringen muss, um auf ihm zu wandern. Nichts kommt von alleine und man hat niemanden, der einen absichert. Man ist für sich selbst verantwortlich!

Arbeit mit nach Hause nehmen – Wann hat man Feierabend?
In seinem Arbeitsalltag begegnet einem immer wieder die Frage, wann man Feierabend machen soll. Besonders wenn man selbständig ist, ist die Entscheidung „für heute ist es genug“ oft schwer zu treffen. Viele arbeiten auch von Zuhause, sodass Privatleben und Berufsalltag nicht immer klar getrennt sind. Aber will man eigentlich eine klare Trennung? Wenn einem die Arbeit sehr am Herzen liegt, wenn der Beruf auch die Berufung ist, dann kommt einem Arbeit gar nicht als diese vor, sondern ist auch Hobby oder sogar das Lebenswerk. In diesen Fällen braucht man den „Feierabend“ im eigentlichen Sinne gar nicht, da die Grenzen zwischen Beruf und Freizeit verschwimmen bzw. gar nicht existent sind.

Empfinden wir Bremen als eine kreative Stadt?
Bremen hat viel Kreatives zu bieten und kann auch sehr inspirierend sein. Besonders schön an Bremen ist, dass man sich sehr schnell ein vielleicht kleines, aber dafür feines Netzwerk aufbauen kann: Bremer (Kreativ)WirtschafterInnen sind sehr hilfsbereit und interessiert an gemeinsamen Projekten. Die Bremer Wege sind kurz – da sind die Fäden schnell gespannt! Durch die vielfältigen Zusammenarbeiten entstehen immer wieder neue Ideen, die Bremen kreativ machen. Verschiedene Veranstaltungen bringen (Kreativ)Schaffende zusammen. Hier findet man immer wieder neue Inspiration, Motivation und Halt. Man kann sich mit Anderen austauschen und gemeinsam (kreativ)wirtschaften.

Tischgespräch_Szene 3Das Urteil:
Wir erklären uns schuldig! Der KLUB DIALOG e.V hat es sich zur Aufgabe gemacht, die klassische Wirtschaft mit der Kreativwirtschaft zusammenzubringen und professionelle (Kreativ)Schaffende miteinander zu vernetzen. Neben den beliebten KLUB-Abenden, veranstalten wir die sogenannten „Tischgespräche“, bei denen wir in kleiner Runde gemeinsam Abendbrot essen und ganz entspannt plaudern. Die Tischgespräche finden regelmäßig statt und jeder ist herzlich willkommen – egal ob „offensichtlich kreativ“ oder nicht. Wir laden Euch ein, die „Trennlinie“ zu überqueren und bei Stulle und Wein Gemeinsamkeiten, Unterschiede und neue Inspirationen zu finden. Einfach eine Mail an info@klub-dialog.de und wir melden uns bei Euch!

Damit ist der Fall also geklärt. Wir danken Natalie Peter für die tollen Bilder, Axel Petermann für die Inspiration zu diesem Beitrag und Anja Rose für die guten Ratschläge zum Thema Schreiben!  ;)

 

 

Claudia Adam

ehemalige Projektmanagerin beim KLUB DIALOG e. V.

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